Flucht nach Ägypten

Aus Aegypten-Tourist.info

Übersichtskarte der Heiligen Familie in Ägypten.jpg

Der Heilige Josef verliess auf Geheiss der Engel mit der Heiligen Jungfrau Maria und dem Jesuskind das Land Palästina. Alle Überlieferungen - die östlichen wie auch die westlichen - sind sich darüber einig, dass die Heilige Jungfrau Maria mit dem Jesuskind in ihren Armen auf einem Esel ritt, während Josef mit den Zügeln in der Hand neben ihnen ging, wie dies im Orient so üblich war.

Die Reise der Heiligen Familie nach und in Ägypten war eine beschwerliche Reise voller Schmerz und Entbehrungen. Die Heilige Jungfrau durchwanderte mit dem Jesuskind karge Landschaften, begleitet von Josef. Sie durchquerten Wüsten, überwanden Hügel und Täler und zogen von Ort zu Ort. Viele Gefahren lauerten. So gab es beispielsweise wilde Raubtiere in der Wüste. Üblicherweise bewegten sich Reisende nur in Gruppen, denn ohne Schutz einer organisierten Karawane war die Hoffnung auf sichere Durchquerung der Wüsten gering. Auch gab es Bedrohungen durch nomadisierende Volksstämme. Die Mutter Gottes sorgte sich um ihr Kind, das der sengenden Sonne, der nächtlichen Kälte und den enormen Witterungsschwankungen ausgesetzt war. Hinzu kam die Furcht, die Wasser- und Nahrungsvorräte könnten sich erschöpfen.

Unter den koptischen Geschichtsquellen ist das Sendschreiben des Papstes Theophilis, des XXI von den Alexandrinischen Päpsten (384-412 n.Chr.). Danach gab es drei Routen, die Reisende von Palästina nach Ägypten einschlagen konnten. Die Heilige Familie wählte jedoch bei ihrer Reise von Palästina nach Ägypten keine dieser drei Pfade, sondern schlug einen anderen eigenen Weg ein. Dies ist verständlich, denn sie waren auf der Flucht vor König Herodes, ihr Weg wird in dem koptischen Synaxar (Martyrologium) - bezogen auf die Vision des Papstes Theophilis wie in seinem Sendschreiben verzeichnet - beschrieben.


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